Global denken - lokal handeln

Umwelt, Ökologie, Klimaschutz

Sozialdemokratische Umweltpolitik konzentriert sich nicht darauf zu reparieren, sondern vorausschauend zu handeln und Fehlentscheidungen vorzubeugen.
Mit einer vernetzten Umweltpolitik als ressortübergreifende Aufgabe orientieren
wir uns am Leitsatz “Global Denken – lokal Handeln.“
Auch im Kreis Soest muss der dramatische Flächenverbrauch gestoppt werden, Freiräume sind zu schonen und zu verbessern: Wälder, Gewässer, Bäche, Auen sollen sich weitgehend natürlich entwickeln können.
Als Instrumentarium sehen wir die weitere Aufstellung von Landschaftsplänen.
Eine besondere Priorität besitzt die Sicherung natürlicher Grundwasservorkommen im Warsteiner Massenkalk, wo wir uns entgegenlaufenden Interessen massiv widersetzen.
Wir fordern die verantwortlichen Genehmigungs- und Überwachungsbehörden auf, strikt auf die Anwendung der Rechtsvorschriften und die Vorgaben der Regionalplanung zu achten.

Wir werden weiter an Konzepten gegen die Hochwassergefährdung arbeiten,wobei wir uns auf der nördlichen Haarabdeckung um dezentrale Lösungen kümmern, die überdimensionierte Großprojekte überflüssig machen.
Wir setzen uns dafür ein, dass weitere ökologisch wertvolle Teilgebiete als Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen werden, wobei wir uns auch bei der Pflege für eine optimale Zusammenarbeit und Arbeitsteilung mit den
Naturschutzverbänden einsetzen.

Mit Sorge sehen wir die negative Entwicklung bei unseren geschützten Naturdenkmalen, die durch falsche politische Entscheidungen gefährdet sind. Wir erwarten, dass dieser negative Trend umgekehrt wird. Vor dem Hintergrund der
Diskussion um den Klimawandel unterstützen wir CO2-reduzierende Maßnahmen bei unseren Gebäuden, und wir steigern das Potential der Sauerstoffproduktion in der Natur.
Wir fordern die Ausweitung des Arnsberger Waldes zum Nationalpark. Besondere Unterstützung verdient die angestrebter Landesgartenschau Möhnesee / Soest / Bad Sassendorf als große imageträchtige Veranstaltung.
Im Bereich der Abfallentsorgung setzen wir unsere seit den 90er Jahren umgesetzten Grundsätze „Vermeiden – Sortieren – Verwerten – umweltfreundlich Lagern“ fort.
Ökologische Grundsätze und ökonomische Vernunft durch kostenbewusstes Handeln sind in Einklang zu bringen.
Für die ehemaligen Deponien im Kreisgebiet ist ein strenges geregeltes Kontrollmanagement zu betreiben. Mülltourismus aus und in den Kreis lehnen wir ab. Im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten werden wir weiter an der
Altlastensanierung und dem Flächenrecycling arbeiten.