Die Wirtschaftsförderung ist gefordert:
Kreisentwicklung und Verkehr
Aufgrund seiner großräumigen Lage verfügt der Kreis Soest über gute Standortbedingungen (Autobahnen, Schienenverkehr, Nähe zu zweiRegionalflughäfen), die durch positive, weiche Faktoren (Natur, Kultur, Freizeit, Stadtbilder etc.) ergänzt werden.
Wir erwarten, dass die neu gegründete Wirtschafts-förderungsgesellschaft Defizite in diesem Bereich beseitigt. Dabei gehen wir davon aus, dass die
Kreisgesellschaft organisatorisch mit städtischen
Wirtschaftsförderungsorganisationen verknüpft wird und deren Arbeit durch einen starken Aufsichtsrat unterstützt wird. Die Beteiligungen des Kreises am Verein für Technologie- und Wissenstransfer TWS, an den Technologiezentren
Cartec und KonWerl sind in das Handeln der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises zu integrieren.
Die Arbeit der Kreisstiftung zur Förderung von Bildung, Wissenschaft und Technologie muss ihren eigenen Ansprüchen angepasst werden.
Das Handeln der Städte und Gemeinden ist mit der Kreisebene zu koordinieren.
Nur gemeinsam wird man bei der weltweiten Konkurrenz mithalten können.
Als Chance betrachten wir die Teilnahme des Kreises Soest an der Initiative Regionale 2013 Südwestfalen.
Unter Beteiligung der Politik muss es gelingen, Projekte mit überörtlicher Bedeutung zu entwickeln und deren Durchsetzung durch koordiniertes Handeln zu ermöglichen.
Der Kreis Soest, der entgegen anders lautenden Vorurteilen über eine besonders hohe Wertschöpfung im Bereich der Industrie verfügt, muss durch Bestandspflege und Neuansiedlungen diesen Faktor weiter pflegen.
Große Chancen sehen wir innerhalb des tertiären Sektors im Bereich Gesundheit. Hier verfügen wir bereits jetzt über ein breites Netz an Akut- und
Reha-Kliniken, Landeskrankenhäuser, Prophylaxeeinrichtungen. Der Kreis Soest hat bei der künftigen Entwicklung koordinierend mitzuarbeiten, die drei Heilbäder sind dabei auch vor veränderten gesundheitspolitischen Tendenzen nachhaltig zu sichern.
Wachstumschancen, die sich im 3. Sektor(Dienstleistung) eröffnen, z. B. im Bereich des Tourismus, in der Natur- und Kulturlandschaft, bei Bädern, dem Möhnesee, traditionsreichen Städten, müssen strategisch genutzt werden.
Eine wesentliche Verbesserung der Infrastruktur erwarten wir vom Bau der Ortsumgehungen in Erwitte und Warstein. Außerdem bedarf der Zustand der Kreisstraßen einer permanenten Optimierung.
Ein vorrangiges Ziel bleibt weiter der Ausbau des Radwegenetzes dessen virtueller Präsentation auf der Internet-Seite des Kreises, vor allem vor dem
Hintergrund touristischer Aktivitäten.
Im Bereich des ÖPNV sind durch die weitere Verknüpfung von Bus und Bahn die Strukturen zu verbessern, um die Akzeptanz zu steigern.
Dabei setzen wir vor allem auf die Busgesellschaft in Trägerschaft der Kreise,
die weiterhin ein ordentliches Angebot mit hohen Standards anzubieten hat. Das kann nur gewährleistet werden durch engagiertes und entsprechendes ausgebildetes Personal mit für die Mitarbeiter zufrieden stellenden Löhnen. Wir
setzten uns für die Schaffung von Sozialtickets ein, um den ÖPNV in unserer Region auch für sozial benachteiligte Mitbürgern zu gewährleisten.
Auch im ländlichen Raum muss sicher gestellt werden, dass alle Bürgerinnen und Bürger an das DSL-Netz und damit an den weltweiten schnellen
Datenaustausch angeschlossen werden können.
