Pressemitteilung:
27. Januar 2012
„Runden Tisch“ gegen psychische Störungen gefordert
Kreis Soest. Große Sorge bereitet den Mitgliedern der SPD-Fraktion des Soester Kreistages die Häufung der psychischen Störungen besonders bei Kindern und Jugendlichen. Schon der Gesundheitsbericht des Kreises hatte dieses Thema angesprochen und verdeutlicht. Wie die Vorsitzende des Kreis-Sozialausschusses, Susanne Helfrich, jüngst in einer Sitzung der SPD sagte, „platzen die Kinder- und Jugendpsychiatrien aus allen Nähten“.
Um der Problematik ernsthaft und gezielt zu Leibe zu rücken, wollen die Sozialdemokraten deshalb beim Kreis einen „Runden Tisch“ anregen, an dem neben den Jugendämtern im Kreis auch die Bildungsträger teilnehmen sollten. Hier sollten die Ursachen und Interventionsmöglichkeiten erörtert und Lösungen erarbeitet werden, erklärte der gesundheitspolitische Sprecher Hans-Georg Keil.
Bei keiner anderen Krankheitsgruppe habe das gesellschaftliche und soziale Umfeld einen ähnlich gravierenden Einfluss auf Entstehung und Krankheitsverlauf. Deshalb bestehe dringender Handlungsbedarf. Keil trat dafür ein, dass vor allem auch nach einer klinischen Behandlung bei Kindern und Jugendlichen eine angemessene Betreuung notwendig sei.
