Landschaftsverband Westfalen-Lippe zweitgrößter Arbeitgeber im Kreis Soest

„Die Zugehörigkeit des Kreises Soest zum Landschaftsverband Westfalen-Lippe ist eine lohnenswerte Sache!“ Das machte das Mitglied im „Westfalenparlament“, Hans-Joachim Kayser, jetzt vor der SPD-Fraktion des Soester Kreistages deutlich. Der Kreis zahlte über die Landschaftsumlage 68,9 Mio. Euro; zurück in den Kreis Soest flossen hingegen 149,3 Mio. Euro. Kayser: „Somit ergibt sich für den Kreis Soest ein positiver Saldo von 80,4 Millionen Euro!“ Im Einzelnen verteilen sich die Leistungen des Landschaftsverbandes auf den Kreis Soest wie folgt: Behindertenhilfe 90,0 Mio., Förderschulen 4,4 Mio., Landesjugendamt 45,8 Mio., Integration 3,0 Mio., Kriegsopferhilfe 5,5 Mio. und Kultur 0,6 Mio. Euro. In diese Leistungen seien die Kliniken in Lippstadt und Warstein nicht einmal einbezogen, sagte Kayser. Diese dürften nicht aus Fremdmitteln finanziert werden, sondern müssten ihre Einnahmen „am Markt verdienen“. Und die Umsatzerlöse könnten sich sehen lassen. Nach Information des Abgeordneten sahen sie im Jahre 2015 wie folgt aus: Klinik Lippstadt 33,2 Mio., Klinik Warstein 42,1 Mio., Forensik Lippstadt 36,6 Mio., Pflegezentrum und Wohnverbund Lippstadt 28,6 Mio. sowie PZ und WV Warstein 17,0 Mio. Euro. Mit seinen 2.118 Arbeitsplätzen in seinen Einrichtungen sei der Landschaftsverband überdies nach der Hella der zweitgrößte Arbeitgeber im Kreis Soest; insgesamt weise der Verband 12 000 Beschäftigte aus, die für 8,5 Mio. Menschen in der Region tätig seien. Kritisch sah Kayser allerdings die Tatsache, dass die Zahl der Beschäftigten in den beiden Kliniken Lippstadt und Warstein binnen Jahresfrist um 10,6 Prozent und somit genau um 101 Personen gesunken sei. Die hohe Akzeptanz, die die LWL-Einrichtungen in der Region genieße, hänge maßgeblich mit der Zahl der Menschen zusammen, die dort beschäftigt seien. „Dieses Pfund darf nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden“, warnte der SPD-Abgeordnete.