Poltiker/innen der SPD mit Vertretern der lokalen Waldwirtschaftr

Den Wald erhalten

Unser Wald ist in Gefahr. Auch im Kreis Soest machen sich die Auswirkungen von Trockenheit, Schädlingen und Stürmen stark bemerkbar. Um sich selbst ein Bild der Lage zu machen, haben sich nun Politiker der SPD mit Vertretern der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Soest an einem Waldstück in Warstein-Allagen getroffen.

Die dort entstandenen Schäden waren schon nach einem kurzen Fußmarsch in den Wald nicht zu übersehen. Leere Hänge und Stapel von Holz prägten die Landschaft, wo bis vor einiger Zeit noch zahlreiche Fichten standen. Verkaufen lasse sich das Holz nur schwer, berichtet Michael Ester, Geschäftsführer der Waldbauernholz Sauerland-Hellweg eG. Zu rissig sei das Holz, dem von Schädlingen und Trockenheit schwer zugesetzt wurde.

Marlies Stotz, Landtagsabgeordnete, und Wolfgang Hellmich, Bundestagsabgeordneter für den Kreis Soest, waren interessiert zu erfahren, wie und ob die Fördermittel für den Wald ankommen, denn Bund und Länder fördern bereits seit Jahren den Waldumbau hin zu gemischten und klimastabilen Wäldern. Abgerufen werden diese Mittel zwar, so Norbert Gröblinghoff, Vorsitzender der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Soest, die bürokratischen Hürden seien allerdings immens.

Heike Kruse und Bernd Schauten nahmen als Vertreter der lokalen Politik ebenfalls an dem Treffen teil. Sie interessierten sich neben dem umwelttechnischen Aspekt auch für die Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft. Denn als Naherholungsgebiet ist der Wald ein wichtiger Anziehungspunkt für Touristen. Auch die holzverarbeitende Industrie und die damit verbundenen Arbeitsplätze sind in Gefahr, wenn es dem Wald nicht gut geht. „Die Zeit drängt“, so das Fazit von Marlies Stotz, „wir müssen gemeinsam alles dafür tun, die „grüne Lunge“ für die Menschen und das Klima zu sichern und zu erhalten.“

„Wir müssen heute die richtigen Entscheidungen treffen“, so Wolfgang Hellmich. „Privaten und Kommunalen Waldbesitzern muss daher unbürokratisch und schnell geholfen werden.“ Da ein Wald viele Jahre braucht um zu wachsen, müssen möglichst schnell die richtigen Entscheidungen getroffen werden.