Bild: Vaartjes

Digitalisierung Kreisgesundheitsamt

Im Rahmen der Corona-Pandemie sind die öffentlichen Gesundheitsämter der Kreise verstärkt in das Interesse der Öffentlichkeit gerückt. Wohl wissend, dass auf die Gesundheitsämter eine bisher nicht gekannte Aufgabenflut zugekommen ist und dass den Mitarbeitern vielfältige Anforderungen mit hohen Belastungen gestellt werden, ist in der deutschen Öffentlichkeit eine Diskussion darüber entbrannt, ob die Einrichtungen für eine solche Situation technisch hinreichend modern aufgestellt sind. Um der Kreisverwaltung Soest die Gelegenheit zu geben, ihre Arbeitsweise vor diesem Hintergrund einmal öffentlich darzustellen, hat die SPD-Kreistagsfraktion für die Beratungen im nächsten Fachausschuss für Digitales und Innovation einen Fragenkatalog zusammengestellt.  Kreistagsabgeordneter Jonas Kayser (Lippstadt) möchte als fachpolitischer Sprecher wissen, wie die Meldungen der Infektionslage im Kreis an das Robert-Koch-Institut und die NRW-Landesbehörden in der Regel und vor allem auch an den Wochenenden übermittelt werden. Kayser: „Gilt auch für unseren Kreis der oft gehörte Vorwurf, dass Daten noch per Fax oder gar brieflich übermittelt werden?“

Die Sozialdemokraten interessiert darüber hinaus die Frage, ob die Kontaktverfolgung von Infizierten elektronisch geregelt wird oder ob man noch auf papierene Listen zurückgreift. Ob und wie der Informationsfluss zu den Nachbarkreisen, mithilfe gleicher Software oder kompatiblen Programmen, wird ebenfalls im Fragenkatalog angeführt. In der SPD-Fraktion möchte man zugleich wissen, wie weit die Verwaltung im Rahmen des Corona- Modellprojektes im Kreis mit der Beschaffung der Luca-App oder anderer vergleichbarer Software ist.

Darüber hinaus ist es wichtig, so der Fraktionsvorsitzende Christian Klespe (Möhnesee), dass auch im Kreis Soest die Basis geschaffen werden muss, damit eine elektronische Impfnachweis-App zügig auf den Weg gebracht werden kann. Es wäre eine unbefriedigende Vorstellung, wenn alle Impflinge deswegen noch einmal persönlich im Impfzentrum vorstellig werden müssten. Klespe weiter, „Wir hoffen sehr, dass die Daten der geimpften Personen festgehalten worden sind und automatisch eingespielt werden können.“